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von Leonie Roller
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New Work - noch ein schickes Etikett für moderne Unternehmensführung?

New Work, der Schlüssel zum Erfolg von Unternehmen und Arbeitgebern.

New Work – Chance oder Modewort

Schon Marx und Engels haben vor den Folgen vor „entfremdeter Arbeit“ gewarnt: Arbeit soll für den Einzelnen vor allem sinnstiftend und erfüllend sein - dann bleiben Arbeitnehmer*innen motiviert und leistungsbereit. Heute ist der vom Sozialphilosophen Frithjof Bergmann in den 1970/80er Jahren geprägte Begriff „New Work“ in aller Munde. Was wie ein weiteres schickes Etikett für moderne Unternehmensführung klingt, ist bei näherer Betrachtung der Schlüssel zum Erfolg für Unternehmen und Arbeitnehmer, sagt Georg Bornemann, Arzt bei widecare.

Mehr als ein schickes Modewort

Der von Österreich aus wenige Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg in die USA emigrierte Sozialphilosoph Frithjof Bergmann (1930 – 2021) begann dort während des Philosophiestudiums bei General Motors am Band zu arbeiten und erfuhr die Diskrepanz zwischen ihm als denkendem Individuum einerseits und der Stumpfsinnigkeit dieser Fließbandarbeit selbst. Aus dieser Erfahrung entwickelte sich sein Anspruch, Arbeit als Konzept neu zu denken: Der Mensch solle nicht der Arbeit dienen, sondern die Arbeit dem Menschen. Menschen, so seine Idee, sollten so arbeiten, dass die Arbeit an sich für sie sinnstiftend und erfüllend ist und nicht nur Mittel zum bloßen Gelderwerb. Arbeit an sich solle einen Selbstzweck erfüllen.

Was aber bedeutete sinnstiftende, erfüllende Arbeit für seine Kollegen bei General Motors? Dieser nicht immer so einfach zu beantwortenden Frage sollten Arbeitnehmende in eigens von Frithjof Bergmann bereits Anfang der 1980er Jahre gegründeten „Centers for New Work“ nachgehen. Ein Freiraum für alle Werktätigen, über Arbeit und ihre persönlichen Bedürfnisse zu reflektieren.

Alte Glaubenssätze

Glaubenssätze wie „Schaffe, schaffe Häusle baue“ prägen auch heute oft genug unser Verhältnis zur Arbeit. Im Vordergrund steht gemeinhin der monetäre Lohn der Erwerbstätigkeit, bzw. der wirtschaftliche Erfolg des Unternehmens. Es geht eher selten darum, dass Arbeit um der Arbeit willen gearbeitet wird – die persönlichen Bedürfnisse der Arbeitenden nach tiefer Befriedigung durch ihr Tun stehen eher im Hintergrund. Diese Prägungen rühren nicht selten von traditionellen Erziehungsstilen her, die Bedürfnissen und Gefühlen weniger Bedeutung zumessen, als beispielsweise Fleiß und Durchhaltevermögen. Seinen Gefühlen nachzugeben wird in diesem Denkmodell eher mit Schwäche assoziiert. Wie also soll ein solchermaßen geprägtes Ich Selbstwertgefühle entwickeln, geschweige denn eine Vorstellung sinnstiftender Arbeit?

New Work heute

Das Bewusstsein dieser Zusammenhänge gewinnt in der modernen Arbeitswelt zunehmend an Bedeutung. Homeoffice, flexible Arbeitszeitgestaltung und die Möglichkeit, vordefinierte Rollen in Unternehmen alternativ zu interpretieren und neue Ansätze und Ideen beispielsweise zur Gestaltung des Arbeitsplatzes aktiv weiterzuentwickeln sind heute nicht mehr so undenkbar wie noch vor wenigen Jahrzehnten. Damit diese Ansätze jedoch für Unternehmen wie Erwerbstätige gleichermaßen Sinn machen, bedarf es einer Arbeitnehmerschaft, welche ihre Bedürfnisse reflektiert und Ideen entwickeln kann, was für sie persönlich New Work bedeutet und es bedarf Arbeitgeber, die der Tradition der „Centers for New Work“ von Frithjof Bergmann folgend, bereit sind, Freiräume zu gewähren.

 

Ein aufwendiger, weil höchst individueller Prozess. Weil die Vorstellungen von erfüllender Arbeit für jeden Arbeitnehmer, jede Arbeitnehmerin andere Bedeutungen haben, kann New Work nur „von unten nach oben“ und nicht als für alle von „oben“ durch die Geschäftsführung implementierter Prozess funktionieren.

Studien belegen, dass die Betrachtung der individuellen Vorstellungen von sinnstiftender Arbeit lohnt. Kennen Unternehmen die individuellen Bedürfnisse des Einzelnen und zeigen sie sich offen, die jeweiligen Arbeitsbedingungen bestmöglich an deren Bedarf anzupassen, sind dies essenzielle Schritte, um Zufriedenheit und Leistungsbereitschaft und -fähigkeit ihrer Mitarbeitenden zu steigern. Ganz klar: Zufriedene Mitarbeitende sind gesünder. Stressfaktoren und psychische Belastungen im Job werden reduziert und das Risiko langer krankheitsbedingter Fehlzeiten sinkt. Gerade bei älteren Arbeitnehmern (Ü50), von denen man aufgrund ihres Alters eigentlich eine Leistungsminderung erwarten würde, steigt die Leistungsbereitschaft nachweislich.

Individualisierung auf allen Ebenen

In jedem Unternehmen und für jeden einzelnen Arbeitnehmer sieht der Prozess der Individualisierung anders - eben individuell - aus und steht idealerweise auf der Agenda des Betrieblichen Gesundheitsmanagements, sind doch die Ansätze des New Work wesentlicher Faktor zur Gesunderhaltung des einzelnen Erwerbstätigen.

 

Jedoch bündelt der komplexe Prozess der Individualisierung im Sinne des New Work erhebliche Ressourcen und verlangt neben der Bestandsaufnahme individueller Vorstellungen und Bedürfnisse der Belegschaft im zweiten Schritt naturgemäß die Evaluation der Erkenntnisse und nachfolgend die Implementierung zielgerichteter Programme zur nachhaltigen Etablierung der Prinzipien des New Work.

widecare arbeitet aktuell konkret an einer digitalen Lösung, die unabhängig von Betriebsgrösse und Standort in D-A-CH funktioniert.

Diese multimodulare Online-Plattform ermöglicht Unternehmen bei mimimalem Implementierungsaufwand auch bereits erfolgreich bestehende BGM Maßnahmen zu integrieren und garantiert den Schutz der Privatsphäre und die DSGVO konforme, anonyme Auswertung der erhobenen Auskünfte und Gesundheitsdaten. Den Mitarbeitenden steht die Plattform ortsunabhängig 24/7 offen und bietet ein persönliches Dashboard mit Gesundheitsservices und Screening-Möglichkeit:  was passt zu mir? Selbst steuerbar und niedrigschwellig auch für Arbeitnehmer*innen, die sich den bisherigen Maßnahmen betrieblicher Gesundheitsförderung eher verschlossen haben.
Die neue BGM-Plattform wellworkers ist ein persönlicher Gesundheitsmanager bei Bedarf, persönliche Gespräche mit den Gesundheitsmanagern der widecare inklusive.

Mehr Infos: https://www.widecare.de/fuer-unternehmen

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